Fahne Frankreich

Thommy Weiss / pixelio.de

 

  • Nein, wir sind noch nicht unterwegs. Aber der Countdown läuft. In knapp einer  Woche geht es los. Dieses Mal ist ausnahmsweise nicht Schweden das Ziel. Dieses Mal soll es Frankreich sein. Ein wenig frankophil sind wir ja schon immer gewesen. In den siebziger Jahren zum Beispiel waren wir häufig im Sommer  an der Cote Azur zu finden. Allerdings nicht campender Weise sondern ganz nobel im Ferienhaus mit eigenem Pool und in einer Clique von Freunden.
    Ferienhaus in den Bergen von St.Maxim

    Cote Azur 1975

    Der Tagesablauf im Urlaub sah damals allerdings ein klein wenig  anders aus als heutzutage. Am Tage wurde entweder geschlafen, was dem Wein aus der Kooperative, den es auch schon mal am Vormittag gab, anzulasten war, oder in der Sonne gebraten, meistens aber beides gleichzeitig.

    Ferienhaus mit Pool 1975

    Am Abend wurde dann die so erworbene Bräune beim Schaulaufen auf den Promenaden von St. Maxim, St. Rafael und St.Tropez ausgeführt. Und natürlich sind wir auch schick Essen gegangen. Viel von der Gegend haben wir dadurch allerdings nicht gesehen. Für Unternehmungen jedweder Art  war es uns zu heiß und auch das Interesse daran war eher mäßig. Wir fühlten uns am Pool am wohlsten. Manchmal , das aber eher selten, fuhren wir auch für ein Stündchen an den Strand.

    Promenade St.Rafael 1975

    Spätestens nach dem Erscheinen des ersten Kindes hatte sich diese  Art von Urlaub definitiv erledigt. Von da an stand Urlaub im Ferienhaus an der deutschen Nord und Ostseeküste und in Skandinavien auf dem Lebensplan. Mit vielen Unternehmungen, die sich aber mehr an den Bedürfnisse der Kids orientierten  Unsere Fühler in Richtung  Frankreich streckten wir um die Jahrtausendwende wieder aus. Aus den Kleinkindern hatten sich in der Zwischenzeit junge Erwachsene und Pupertiere entwickelt.Zu dieser Zeit reisten wir bereits mit Wohnmobil und es ging im Frühling in die Provence. Eine weitere Frankreich  Berührung  aus ein paar Tagen Aufenthalt am Atlantik zwischen Arcachon und Biarritz während eines Herbsturlaubes.  Unsere allererste Wohnmobiltour im Mietmobil führte  im Zeitraffer  innerhalb einer Woche von Holland, durch Belgien nach  Frankreich bis Honfleur, um dann durch die Champagne wieder zurück nach Hause zu fahren. Ganz in Ruhe und mit mehr Zeit wollten wir das später noch einmal machen. Entweder fehlte die Ruhe oder die Zeit,  eine richtige Tour durch Normandie und Bretagne und vielleicht sogar noch weiter südlich haben wir nie mehr gemacht. Im Sommer haben wir Frankreich immer wieder abgewählt, weil wir keine Lust hatten, gemeinsam mit hunderttausenden Franzosen  gemeinsam Sommerferien zu machen. Volle Stellplätze und Schlange stehen – nein Danke.  Mit den Franzosen gemeinsam in die Sommerferien starten, dass müssen wir in diesem Sommer auch. Daran hat sich nicht geändert. Aber wir sind optimistisch und wollen es einfach einmal versuchen. Natürlich hoffen wir, dass wir auch in Frankreich unsere eigenen Routen, Plätze und Zeiten finden werden, die nicht so frequentiert sind.  Mittendrin muss nicht sein.  Wir werden es sehen. Ja! Klar! Natürlich wären wir lieber im Mai oder Juni gefahren, wenn es überall noch nicht so voll ist, aber wir sind nun mal auf die Ferien angewiesen. Ich will hier jetzt nicht so sehr über die Ferien klagen. Das wäre Stöhnen auf ziemlich hohem Niveau, Schließlich können wir in diesem Sommer  4 Wochen unterwegs sein und das ist doch schon etwas von dem andere Berufstätige nur träumen können. In 2 Jahren haben sich die Sommerferien sowieso von alleine erledigt. Dann habe ich immer Ferien. Aber auf was soll ich mich dann freuen;-) So wie so ist die Vorfreude doch mit das Beste am Urlaub.