Sommerfahrt nach Gottstreu 2007
Viel Sonne und noch viel mehr Spaß hatten die Löhner Wohnmobilisten auf
ihrer Sommerfahrt nach Gottstreu an der Oberweser. Die von Wilfried
Flottmann perfekt organisierte Fahrt bot allen Beteiligten viel
Abwechslung, Unterhaltung und Zeit zum Sonnen und Entspannen in netter
Runde.
Die Sommerfahrt der Löhner Wohnmobilisten führte in diesem Jahr nach Gottstreu an der Oberweser.*
Die
Anreise nach Gottstreu am Freitagnachmittag wurde durch sintflutartige
Regenfälle erschwert. Aber der Platz vor der Grillstation war gut
geschottert, so dass die nacheinander anrollenden Mobile keine Probleme
hatten. Die Ersten waren Bärbel und Peter Schürstedt, doch auch
Wilfried und Irene ließen nicht lange auf sich warten und stellten den
frischgebackenen Pflaumenkuchen
für die Nachkommenden
und das mitgebrachte Fass Bier für die Grillparty am Samstagabend
bereits in der Schutzhütte einladend auf den Tisch . Ein Pflaumenkuchen
kommt um diese Jahreszeit selten allein und daher wurde das zweite
Blech, das Michael gebacken und mitgebracht hatte, für den nächsten Tag
eingeplant. Inzwischen hatte es auch aufgehört zu regnen, die Bänke
wurden vor die Schutzhütte gestellt und die Ersten verkosteten zum
Pflaumenkuchen bereits das Bier.Die
angemietete Grillstation mit der großen Schutzhütte inclusive Küche,
der Grillhütte und dem Feuerplatz direkt an der Weser fand bei allen
Beteiligten großen Anklang. Besonders das Kneippsche Wassertretbecken,
das sich vor der Schutzhütte befand, sollte in den nächsten Stunden
noch regen Zulauf erfahren und zum Spaßfaktor werden.
Nach dem alle
7 Mobile angekommen waren und sich eingerichtet hatten, führte ein
gemeinsamer Spaziergang zum Lindenwirt. Beim gemeinsamen Essen verflog
die Zeit ganz schnell und die Nacht kam langsam aber sicher nach
Gottstreu und brachte wieder Regen mit.
Irgend wann erinnerten sich die Löhner dann an das Faß Bier, dass sie
einsame und
schutzlos in der Hütte zurück gelassen hatten und man beschloss, es nicht länger als nötig allein zu lassen.
Beim Rückweg regnete es immer noch und jeder versuchte auf seine Art trocken zur Schutzhütte zu gelangen.
Zurück in der
Schutzhütte wurde dank Peters mobiler Disco und dem Fass Bier, die
Fete, die eigentlich am Samstag erst statt finden sollte, vor verlegt.
Und obwohl man häufig an diesem Abend sang, dass die Womo-Karawane
weiter ziehen und sich eine andere Kascheme suchen sollte, hielten es
fast alle bis weit nach Mitternacht aus.
Samstag
Als am frühen Samstagmorgen erneut Regen zu hören war, drehte sich der
eine oder andere Löhner Wohnmobilfahrer nochmal in seinem Bett um und
frohlockte dabei, dass ihm die körperliche Tortour einer Radtour bei
Regen wohl erspart bleiben würde.
Aber da hatten sie die Rechnung ohne den Wettergott gemacht, der am
Vormittag, als die Löhner endlich ihre Wohnmobile verließen,
strahlenden Sonnenschein geschickt hatte. Alle hatten die feucht
fröhliche Nacht in der Schutzhütte gut überstanden- bis auf das Fass,
dass war leer.
Ehe man sich jedoch auf die, von Wilfried so gut geplante und bereits
von ihm abgefahrene Radtour machen konnte, galt es einige Hindernisse,
wie z.B. platte Reifen oder angeschlagene Teilnehmer,aus dem Weg zu
räumen. Während Ersterer mit Hilfe eines Kompressors wieder aufgefüllt
werden konnte, waren Zweitere nicht mehr so schnell tourentauglich zu
machen und wurden zur Rekonvaleszenz ins Wohnmobil zurück geschickt.So
machte sich dann nur ein handfestes Grüppchen von 6 Womofahrer unter
der Führung von Wilfried auf den ca 25 km langen Weg entlang der Weser
Richtung Bad Karlshafen.
Der Wind blies kräftig von vorn und
verlangte von den Radfahrern körperlichen Einsatz. Im Sonnenschein bot die
Weserlandschaft ein Bilderbuchpanorama.
Endlich war das Ziel, ein Kiosk kurz
vor Bad Karlshafen mit einem kleinen, aber feinen Biergarten, das sich Wilfried
ausgeguckt hatte, erreicht. Man saß in lockerer Runde und genoss die Stunde, bevor es
weiter zur Weserfähre und mit ihr auf die andere Weserseite ging.
Der
Weserradweg war wegen des Hochwassers nicht überall zu befahren und so musste auch
mal bergauf getreten werden. Peter, für den jede Radtour über 5 km schon Tour
de France verdächtig ist, hatte nicht nur mit den geradelten
Kilometern, sondern auch mit dem zu niedrigen Satte und einem fast platten Reifen
zu kämpfen. Er wollte an diesem Tag mehr als ein Mal sein Rad der Weser
schenken. Letztendlich kamen alle am späten Nachmittag wieder heil und samt
Rädern am Grillplatz an, wo sie von den Zurückgebliebenen mit kalten Getränken
und warmen Worten empfangen wurden.
Kurze Zeit später wurde der Grill
angezündet und Wilfried zeigte, dass er nicht nur ein guter Organisator,
Radreiseführer, sondern auch noch ein guter Grillmeister ist. Aus den
Wohnmobilen kam diverse Salate und was man noch so alles für eine zünftige
Grillparty benötigte. Im Schein der untergehenden Sonne ließen es sich alle
gut gehen. Da das Fass Bier bereits am Vortag schwindsüchtig geworden war, griff
man auf die geistigen Getränke aus den verschieden Wohnmobilen zurück, was eine
bunte und internationale Mischung ergab.
Während die Flammen des später entzündeten
Lagerfeuers, die Nacht erhellten, versuchten die Löhner das eine oder andere
Lied anzustimmen. Wegen mangelnder Textsicherheit wurde diese Aktivität aber
schon kurze Zeit später eingestellt und man bediente sich wieder der Musik, die
von den kleinen silbernen Scheiben kam. Das Lagerfeuer rauchte noch am Morgen,
als die Letzten diesen romantischen Platz an der Weser verließen, um ihr
Wohnmobilbett aufzusuchen.
Am Sonntagmorgen schien
die Sonne bereits früh von einem wolkenlosen Himmel und so hielten es die
Meisten nicht allzu lange in ihren Betten aus.
Nach dem Frühstück traf
man sich mit Kaffeetasse und Liegestuhl bewappnet am „Pool“ und vertrieb die
Reste des Katers mit Pfarrer Kneipps Wassertherapie. So gemütlich in der Sonne
faulenzend konnten sich die Löhner nur schwer aufraffen, um den geplanten
Spaziergang zum Waldenser Museum und zum Feuerwehrfest im Ort zu machen.
Schließlich marschierten
dann doch alle mit und bescherten damit dem ehrenamtlichen Museumsdiener im Ort
reichlich Besucher. Freudig informierte er die kleine Gruppe über Waldenser und
Hugenotten, merkte aber bald, dass man seinen Ausführungen noch nicht so ganz
folgen konnte. So überließ er es den Löhner selbst, sich in den 3 Etagen des
Museums umzusehen und sich zu informieren.
Wegen der Hitze einerseits
und dem fahrtechnisch erzwungenen Verzicht auf ein "kühles Blondes" andererseits, hatten alle keine Lust, das Feuerwehrfest
zu besuchen und so sparzierte man, nach einer Cola genossen im Schatten auf der
Kirchenmauer sitzend, zurück zu den Wohnmobilen, wo die Reste vom Grillen und der Kuchen aufgegessen wurden.
Gegen 16.00 Uhr, nach
einem gemeinsamen Aufräume, fuhren die
ersten Wohnmobile gen Heimat, nicht ohne sich vorher noch einmal bei Wilfried
Flottmann für die Organisation des Treffens bedankt zu haben.
Ein schönes, vergnügliches
und erlebnisreiches Wochenende an einem wunderschönen Ort war vorüber, das
allen so gut gefallen hatte, dass schon Pläne für das nächste Treffen in
Gottstreu an der Weser gemacht wurden.
geschrieben von: Rosi
Veröffentlicht am: 23. August 2007 21:40
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