Nordgriechenland, wo die Griechen Urlaub machen.
Hier gibt es zwar nicht ganz so viele alte Steine wie im südlichen Teil,
landschaftlich ist es aber der um ein Vielfaches schönere Teil GR .
Vorschlag einer Reise mit dem Wohnmobil von Einem, der sie selbst nur
in vielen Etappen mit dem PKW im Laufe von 10 Jahren gemacht hat.
Nach der Anfahrt in Venedig geht es auf die Fähre nach
Igoumenitsa. – Schlage Mineon Line vor, sehr gutes Campingdeck , saubere und sichere Fähre -.
Das erste Highlight ist die ca. 45 min. Fahrt um Venedig mit tollem Blick auf die Stadt.
Nach ca. 21 Std. Fahrt in Igoumenitsa angekommen ( lohnt sich nicht anzusehen ) rechts ab nach Süden Richtung
Preveza. Nach ca. 7 km beim Ort
Plataria wieder rechts auf die Bilderbuchküstenstrasse Richtung
Syvota.
In Syvota lohnt sich eine kleine Pause in der Bambo Bar direkt am sehr schönen Yachthafen. - prima Eis –
Am Ortseingang Parkplatz auch für WoMo unter hohen Bäumen.
Weiter geht es in Richtung
Parga. Beim Ort
Agia unbedingt rechts abfahren zur Bucht
Sarakiniko
und bei mir in meinem Ferienhaus einen Ouso oder Kaffee trinken. ( kurz
vorher anrufen )
Am Strand, neben Alex Bar, kann mit dem WoMo übernachtet werden. In
Christas Hausrestaurant einmal Essen gehen ( damit ist der
Stellplatzobulus abgegolten ) lohnt sich, denn Sie kocht für Gäste das,
was auch Ihre Familie isst. ( alle sprechen gut deutsch )
Die Bucht Sarakiniko ist ein Paradies, nur eine Nacht zu bleiben fällt
wirklich schwer.
Irgendwann geht es aber weiter in Richtung
Parga, ein höchst malerischer von einer venezianischen Burg überragter Touristenort. ( Zwischenstopp lohnt sich )
Auf der Fahrt von
Parga nach
Preveza beim Ort
Messopotamos
am Fluss Acheron, den Totenfluss der antiken Welt, können die Reste des
Nekyomanteions, eines Heiligtums und Totenorakels, besichtigt werden.
( 6. Jh.v.Chr.)
Preveza , die Bezirkshauptstadt mit ca. 12000 Einwohnern und
Ausgrabungen aus der römischen Zeit, (Nikopolis ) beherbergt heute
einen großen Yachthafen und hat eine sehr schöne Hafenpromenade.
Von Preveza ist es nicht weit zur Insel
Levkas, sie ist
durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Vom Hauptort Levkas
empfehle ich eine Rundfahrt (im Uhrzeigersinn) um die landschaftlich
tolle Insel mit herrlichen Rundblicken über das jonische Meer. Ein
Zwischenstopp in
Nidri, einem touristisch erschlossenen Fischerort mit Blick auf die Onassisinsel
Skorpio lohnt sich.
Am südlichsten Punkt der Insel kommt man nach
Vassiliki
Hier bietet sich eine Übernachtung auf dem Womo Parkplatz (ist
erlaubt) direkt am Kai mit Blick auf die sehr schöne Bucht mit ihren
vielen Surfern. Durch die Fallwinde von den umliegenden Bergen weht
immer eine frische Briese. Über gute Strassen geht es über die Berge
und durch kleine Ortschaften zurück zum Hauptort.
Von
Levkas fahren wir weiter um den amwrasischen Golf über
Agrinion nach
Mesolongi.
Der Ort ist von Festungsmauern umgeben, die im griechischen
Freiheitskampf gegen die Türken (1822-26) eine wichtige Rolle spielten.
1825 sprengten sich hier die belagerten Griechen mit samt ihren
Familien in die Luft.
Nach
Mesolongi kommen wir nach
Velvina am Golf von Korinth. Hier sieht man das imposante Brückenbauwerk über den Golf, welches vor ca. 3 Jahren fertig gestellt wurde.
Auf der nördlichen Küstenstraße des Golfs geht die Fahrt durch malerische Fischerdörfer nach
Delphi.
Delphi
mit seinen Ruinen liegt in einer einzigartigen Landschaft und ist heute
eines der eindruckvollsten Ziele Griechenlands. – Kommentare zu Delphi
erspare ich mir, denn es ist zu umfangreich und es gibt reichlich
Literatur.-
In ca. 3 bis 7 km Entfernung von Delphi befinden sich 3 gut
ausgestattete Campingplätze.
Wir fahren weiter in nördliche Richtung auf der E65
über
Lamia bis
Larissa, der Hauptstadt Thessaliens.
Trotz ihrer langen Geschichte ist die Stadt arm an Sehenswürdigkeiten.
Jetzt fahren wir über die E75 durch das Tempetal, eine der reizvollsten
Gegenden Griechenlands. Das Tal, durch den der Pinios fliesst, wird im
Norden vom Olymp begrenzt. Wer genug Puste hat kann Ihn besteigen. Ein
kurzer Stopp an der Felsenkirche, die links am Weg des Tales liegt,
lohnt sich allemal.
Nach der Durchfahrt des Tempetales gelangen wir wieder ans Meer. An der
Küstenstraße reiht sich ein Ferienort an den anderen. Auch Camping- und
Womostellplätze gibt es reichlich. Hier kann man sich, nach den vielen
Besichtigungen der alten Steine, an den vielen Stränden erholen.
Die Weiterfahrt geht über die A1 und A2 ( keine Maut) nach
Vergina.
Erst 1977 wurde hier das Grabgebäude König Philips, dem Vater Alexander
des Großen, entdeckt. Unter dem Grabhügel wurde ein Museum mit
unversehrten Grabbeigaben,-u.a. goldene Krone und Rüstung Philips-,
erstellt. Das Museum gilt als eines der besten und schönsten
Griechenlands. In nur 5 min. Weg zu Fuß befindet sich der
Womostellplatz einer deutsch-griechischen Familie mitten im Ort.
(Wasser und Strom)
Wer noch Lust auf weitere Ausgrabungen hat, kann nach Vergina einen
kleine Umweg über
Pella,
der antiken Macedonischen Hauptstadt (Geburtsort Alexanders), machen.
Sehr gut erhaltene Mosaikfußböden mit Jagdszenen und ein Museum sind zu
besichtigen.
Unser nächstes Ziel ist
Kastoria am Orestiada Sees. Die sehr
schöne, auf einer Halbinsel gelegene Stadt mit ihren vielen, zwischen
dem 11. und 18. Jhd. entstandenen Kirchen, ist einen Besuch wert.
Kastoria soll das größte pelzverarbeitende Zentrum der Welt sein.
Wir fahren weiter Richtung Süden nach
Kalambaka. Hier
erleben wir ein weiteres Highlight auf unserer Tour. Die
Meteoraklöster. Die zwischen „Himmel und Erde schwebenden“ Klöster
gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands. Sie wurden
auf den bis zu 500 m aus der Ebene ragenden Felsen ab dem 14. Jhd.
erbaut. Heute kann man sie über viele Treppenstufen erreichen und
besichtigen. Ich war schon 5 mal da und bin immer noch begeistert. In
unmittelbarer Nähe befinden sich 3 Campingplätze.
Von
Kalambaka geht es weiter durch eine sehr schöne Landschaft über das Pindos Gebirge nach
Ioannina.
Wenn noch etwas Zeit ist, lohnt sich ein Abstecher von Ioannina zu den zagorischen Dörfern bei
Monodendri.
Hier
befindet sich die Vikosschlucht, die angeblich tiefste Schlucht der
Welt. Auf dem Weg dort hin, passiert man einige noch vollständig
erhaltene antike Steinbrücken.
Zurück schließt sich der Kreis über
Ioannina nach Igoumenitsa. Kleiner Zwischenstopp zur Besichtigung des Amphitheaters
Dodoni ist
möglich.
Vielleicht kann sich der eine oder andere Wohmobilist zu einer Tour
durch Nordgriechenland entschließen, dann aber nicht vergessen bei mir
in
Agia vorbei zu schauen.
Dieter Paulsen
geschrieben von: Paulsen
Veröffentlicht am: 25. March 2007 19:47 - 138 Hits
