Ostern 2010

Ob Norden, Süden, Osten oder Westen - die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist nicht vom  Besten. Kälte und Regen erwarten uns in ganz Deutschland. Wohin soll die Osterfahrt gehen? Die Entscheidung fällt aus praktischen Gründen für den Norden. Hier können wir in Hamburg unseren Sohn Jan-Michel besuchen, der am Umziehen ist und uns bei Regenwetter ein wenig nützlich machen und die Wetterbesserung abwarten, die dann unsere weiteren Ziele bestimmen soll.

Samstag 27.03.2010

Unser erstes Ziel in Richtung Hamburg ist Brake an der Unterweser. Unser Navi führt uns unter Umgehung der Autobahn von Löhne über Lübbecke, Wagenfeld, Sulingen in Richtung Delmenhorst und Bremen. Die Landschaft vor Delmenhorst mit ihren schönen Bauernhöfen und kleinen Orten, durch die gut ausgebaute Straßen führen ist noch ein unbekannter Fleck auf unserer Reiselandkarte. Wir erleben eine Samstagnachmittag- Bilderbuchfahrt, zu der zwischendurch sogar die Sonne erscheint.

Der Stellplatz in Brake ist direkt im Hafen. Er ist kostenlos incl.VE, lediglich für Strom (8Std 1€) und Wasser (100l= 1€) muss gezahlt werden. Der Platz ist trotz der vorbeiführenden Straße relativ ruhig.

Mit einem kurzer Sparziergang durch die in unmittelbarer Nähe liegende Fußgängerzone mit Geschäften, Cafes und Restaurants und einer Stippvisite an die Weser verschaffen wir uns einen Überblick, bevor es anfängt zu regnen.

Sonntag Bremerhaven
 
Am Sonntag werden wir durch Sonnenschein und einen wolkenlosen Himmel geweckt. Die Temperaturen sind allerdings noch sehr niedrig. Das schöne Wetter  lockt nach draußen und wir drehen noch einmaleine Runde durch Brake, bevor die Fahrt weiter nach Bremerhaven geht. Hier wollen auf den neuen Stellplatz im Fischereihafen  stehen.
Der Stellplatz in Bremerhaven ist sehr komfortabel. Mit dem Automaten,  der Ticket und Sanitärkarte ausgibt, haben wir zunächst einige  Kommunikationsprobleme.  Aber schließlich bekommen wir Ticket und Karte und der Automat 11,50 €. Wir haben Glück und bekommen einen Stellplatz mit Blick aufs Wasser, wenn auch durch einen Maschendrahtzaun und auf Industrieanlagen. Heute, am Sonntag ist der Fischereihafen wie ausgestorben. Ob es  hier wohl ein Fischbrötchen gibt?Ich mache mich auf die Suche und laufe durch verlassene Fabrikanlagen, entlang von Lagerhallen und finde  sogar zwei Restaurants,  die geöffnet haben, sowie das Figurentheater. Ein paar Straßen weiter entdecke ich dann das Schaufenster Fischereihafen. In einer  alten Lagerhalle sind unzählige kleine Restaurants und Läden entstanden. Leider ist das Wetter nicht für Außengastronomie geeignet. Aber man kann sich sehr gut vorstellen, wie es hier an einem warmen Frühjahrs oder Sommertag zu gehen kann. Heute am Sonntagnachmittag drängeln sich die Besucher in die Läden und in durch die Buden des angrenzenden Ostermarktes. Mit Fischbrötchen im Gepäck mache ich mich auf den Rückweg und schaffe es  noch vor dem einsetzenden Regenschauers zurück am Mobil zu sein.
Von einem Fischbrötchen wird man nicht satt. Also machen wir uns zu zweit kurze Zeit später  nochmal auf dem Weg zur Lagerhalle V und bekommen nicht nur das Fischbrötchen sondern entdecken auch noch die Pänomenta mit einer interessanten Ausstellung. Der Wind ist sehr frisch und wir sind froh als wir später wieder im Womo sind und uns aufwärmen können.Durchs Fenster beobachten wir den Schiffsverkehr und bewundern am Abend die beleuchtete Skyline von Bremerhaven, die sich uns gegenüber auftut