Ostern 2009 -Niederlande/Rhein/Rothaargebirge

midicampong van der Burgh
Stellplatz
Abfahrt -Rockanje
Am Sonntagvormittag nach dem Frühstück geht es los. Für die Osterfahrt gab es zwei unterschiedliche Ideen. Während Michael die Niederlande favorisiert und gern dort neue Stellplätze für seinen in Arbeit befindlichen „Stellplatzatlas Niederlande“ in Augenschein nehmen möchte, würde ich gern, auf der Suche nach Sonne und Wärme, den Rhein entlang bis zur Schweizer Grenze fahren Der Wetterbericht sagt für den Westen Sonne voraus und so fahren wir erst einmal in  Richtung Holland, ohne das genaue Ziel zu kennen. Das legen wir erst hinter Kreuz Lotte fest. Wir einigen uns auf die Nordseeküste und zwar im südlichen Holland. Der Stellplatz, den wir aus den niederländischen Stellplatzverzeichnis herausgesucht haben, liegt in Rockanje/Zeeland. Über den Stellplatz wissen wir außer den Koordinaten nur, dass er auf einem Bauernhof liegt und über Strom, Ver- und Entsorgung sowie Sanitär verfügt. Unser Navi lenkt uns souverän über die verschiedenen holländischen Autobahnen um Utrecht und Rotterdam herum und schließlich auf der Landstraße weiter in eine sehr ländliche Gegend, bevor es vor dem Eingang zum „Midicamp van den Burgh“, das Ziel für erreicht erklärt.  Wir werden sehr nett in Deutsch begrüßt und bekommen Informationsmaterial von der Gegend. Die Sonne scheint und wir genießen, den restlichen Nachmittag in der Sonne vor dem Mobil.
Am späten Nachmittag machen wir uns mit dem Rad auf, um das Meer zu suchen. Die erste Richtung, die wir einschlagen erweist sich als verkehrt. So müssen wir wieder zurück. Nach gut 4km in der entgegengesetzten Richtung erreichen wir den Ortseingang von Rockanje. Noch weitere 2km entlang schöner Sommerhäuser und Villen sind zu fahren,bevor wir am Strand sind. Am ersten Übergang (Slag 1) stellen wir die Räder ab, dann endlich gibt der Weg durch die Dünen den Blick aufs Meer frei. Am Strand findet sich Strandgastronomie, die aber noch am Aufrüsten und Vorbereiten für die Ostereiertage sind. Nur  einige wenige Menschen sitzen geschützt hinter den großen Glasscheiben und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Wir laufen noch ein wenig am Wasser entlang, bevor wir durch die mit Sanddorn bewachsen Dünen zurück zu den Rädern gehen. Die Parkflächen für Autos und Fahrräder sind  riesig und lassen den Betrieb in den Sommermonaten erahnen. Jetzt aber herrscht noch die Ruhe vor dem Sturm. Wir genehmigen uns eine Portion Pommes Frites (ein absolutes Muss in Holland) und kehren etwas verfroren zurück ins Camp.Der Nordseewind ist wirklich noch sehr kalt.

Sonntag, 5.4.2009

Grotere kaart weergeven

Oostkapelle

 
Heute morgen werden wir durch Regentropfen geweckt Damit haben wir nach dem gestrigen Tag nicht gerechnet. Gut, dass wir Stühle usw. gestern Abend schon eingeräumt haben. Unsere, am vergangenen Abend  mit Rad und Zelt eingetroffenen englischen Nachbarn haben auch schon gepackt. Ich beneide sie nicht, bei diesem Wetter mit klammen Sachen auf dem Rad die Reise fortzusetzen. Wir wollen weiter über die N57 Richtung Zeeland und zwar nach Domburg. Laut unserem niederländischen Stellplatzverzeichnis soll es dort einen Stellplatz  auf einem wohnmobilfreundlichem Campingplatz geben. Wieder wissen wir nur Adresse und Koordinaten. Aber zunächst geht es auf eine interessante Fahrt über 2 längere Dämme, die Südholland mit Zeeland verbinden. Eine Fahrt durch das Meer. Inzwischen hat es auch aufgehört zu regnen und die Sonne blinzelt durch die Wolken. Auf der Fahrt über den Damm der das Grevelinger Meer von der Nordsee trennt, sehen wir  plötzlich am Ufer Wohnmobile in idyllischer Lage stehen. Bei der nächsten Möglichkeit fahren wir von der N57 ab und suchen uns den Weg zu den Wohnmobilen. Die dort parkenden Mobile haben Surfbretter bei sich. Hier scheint also ein Surfgebiet bzw. Surferparadies zu sein. Leider ist es nur ein Tagesparkplatz. Über Nacht darf, wie überall in den Niederlanden nicht gestanden werden. Wir setzen unsere Fahrt auf der N57 übers Meer fort und merken an den Orten die wir danach durchfahren, dass sich hier viele deutscher Touristen tummeln, deren Autos Kennzeichen aus dem Ruhrgebiet und dem Köln-Bonnerraum haben. Endlich sind wir in Domburg. Wir werden von unserem Navi mitten durch den Ort geführt, in dem geschäftiges Treiben herrscht . Unsere Fahrt endet inmitten einer Ferienhausanlage. „Ziele erreicht“ meldet das Navi. Aber der Campingplatz befindet sich hinter der Ferienhausanlage und ist mit dem Fahrzeug nicht zu erreichen. Ein netter Mann kommt aus seinem Feriendomizil und erkärt uns den Weg. Um aus der Ferienhausanlage herauszukommen muss Michael das letzte Stück rückwärts fahren, bis ich eine Möglichkeit zum Drehen findet. Dann geht es wieder durch die Einkaufsmeile des Ortes und schließlich auf die Umgehungsstraße. Wenig später stehen wir auf dem Parkplatz des Campingplatz. Der Campingplatz ist wegen der Osterwoche stark frequentiert. Wir bekommen einen Lageplan mit einer Handvoll eingezeichneter freier Plätze. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Wir suchen einen   ruhigen Stellplatz. Die. ausgefeilte Infrastruktur des Mehr -Sterne Campingplatzes :Hof Domburg“ brauchen und wollen wir auch nicht. Der Preis pro Nacht beträgt  mit Kurtaxe für uns bei 25 €.  Dazu sagen wir: „Vielen Dank“ und machen uns auf , etwas anderes zu suchen. Wir fahren nach Oostkapelle . Aber auch hier finden wir zunächst nur einen  Sterne Camping mit eigenem Spaßbad und einem Übernachtungspreis, der ab dem 4.4.2009 bei fast 29 € liegt und stark besucht ist. Schon ein wenig resigniert beschließen wir diese Touristenorte zu verlassen und uns weiter östlich einen Stellplatz zu suchen, als während der Fahrt unser Blick auf ein Hinweisschild zu einem Minicamp fällt. Es ist wieder ein Bauernhof. Der  Bauer begrüßt uns gleich auf deutsch und erzählt uns , das sie z:Z noch am Umbauen sind.  Die vorhandenen Stellplätze auf der Wiese werden mit Strom, Wasser und Internet ausgestattet und sind erst Ostern bereit.  Aber wir könnten uns einen Platz auf dem Gelände suchen. Stolz zeigt er uns die vorhandenen  Sanitäranlagen. Strom können wir auch haben. Wir fühlen uns gleich wohl. Alles viel persönlicher ,individueller und ruhiger und mit 12,50 € incl. Strom und Sanitär auch wesentlich preiswerter. Kapp einen km müssen wir bis zur Ortsmitte von Oostkappelle laufen. Nach Domburg sind es 3km mit dem Rad.
Den Nachmittag verbringen wir mit einem Spaziergang durch Oostkapelle  und einem Sonnenbad auf der Wiese. Den Tag beschließen wir außer mit einem leckeren Abendessen, dessen Zutaten wir zuvor in Oostkapelle gekauft haben auch mit einem netten Gespräch mit Addie de Buck, der Hausfrau und Bäuerin des Hofes, die uns auf die Vereinigung  „Vekabo.de“  aufmerksam macht, zu der sich niederländische Bauern zusammengeschlossen haben. Vekabo steht für Camping auf dem Bauernhof.   
 
Mini-Camping
J.und A. de Buck
Gripjpskerkseweg 2a
4356 Oostkapelle
0118-583546
Dienstag, 07.04.2009

 

 

 

Größere Kartenansicht

Ürzig -Mosel

Es regnet. Es ist kalt-ca 4° und ein eisiger Wind pfeift uns heute morgen um die Ohren Die Nachrichten berichten von Sonne und Temperaturen um18 ° in Deutschland.

So gut es uns auch in dieser Region gefällt, aber das Verlangen nach Wärme und Sonne nach diesem langen Winter ist größer. So kommt Plan B zum Tragen- d.h. meinen Wunsch die Osterferien am Rhein zu verbringen.. Nach dem Frühstück fahren wir durch Belgien zunächst zu einem Zwischenstopp  nach Ürzig an die Mosel. Die Sonne scheint hier zwar auch nicht, aber die Temperaturen haben sich mehr als verdreifacht und … es regnet nicht. Die Natur ist weiter. Das Gras schon saftig grün. Magnolien und Mandelbäume blühen und die Weiden und Birken haben die ersten zartgrünen Blätter Wir stehen wieder schön am Wasser und können den vorbeifahrenden Schiffen zu sehen. Nach dem Spätnachmittagsschlaf unternehme ich noch einen ausgedehnten Sparziergang durch die Weinberge, besuche den Ürziger Gewürzgarten und sehe mir den neu angelegten Rosengarten an. Sehr viel gibt es um diese Jahreszeit allerdings nicht zu sehen. Weiter geht’s zu Ürziger Höhe. Die Landschaft an der Mosel ist einfach zu  jeder Jahreszeit schön. Der Spaziergang hoch über dem Moseltal hat etwas Meditatives und zugleich Befreiendes. Die noch nicht belaubten Rebstöcke lassen das Auge weit blicken und erlauben Einblicke in Höfe und  Gärten, die im Sommer durch  das Grün der Weinstöcke verborgen bleiben. Tief unter mir fließt die Mosel und die Schiffe ,die auf ihr fahren und die Autos und Häuser sehen winzig klein aus. Ich kann sogar unser Wohnmobil ausmachen. Kurz vor dem Dunkelwerden erreiche ich wieder den Wohnmobilplatz ganz unten am Fluss. Auf meiner Wanderung durch Weinberge und Dorf ist mir so gut wie Niemand begegnet. Es herrscht noch Ruhe. Aber spätestens Karfreitag werden die anreisenden Ostergäste Leben und Bewegung in das kleine Dorf bringen. Die Entscheidung weiter zu fahren fällt uns nicht leicht.

Und wir vertagen sie auf den nächsten Tag.

Mittwoch, 08.04.2009


Wohnmobilstellplatz Ürzig, Mosel auf einer größeren Karte anzeigen

Ürzig

Stellplatz Ürzig
Stellplatz Ürzig

Bacharach/Rhein

 

Nach dem Frühstück entscheiden wir uns  fürs Weiterfahren. So schön es hier an der Mosel ist, aber wir wollen gern auch den Rhein näher  kennen lernen. An der Mosel waren wir schon sehr oft. Es ist Gründonnerstag. Die Wohnmobilisten, die über die Osterfeiertage anreisen, werden ab Mittag die wenigen Stellplätze, die direkt am Rhein liegen, füllen. Um einen schönen Platz nah am Wasser zu bekommen, müssen wir uns sputen.

Wir haben uns den Wohnmobilstellplatz in Oberwesel herausgesucht.

Etwas wehmütig und ein wenig an unsere Entscheidung zweifelnd verlassen wir die frühlingshafte Mosel und lassen uns von unserem Navi durch die engen Gassen von Trabentrabach hoch hinaus auf den Hunsrückhöhenweg führen. In über 500 m Höhe ist vom Frühling nicht mehr viel zu sehen. Aber das ändert sich wieder, als wie die engen schmalen Straßen talabwärts fahren. Als wir die Kehren nach Oberwesel hinunterfahren, bietet sich ein bezaubernder Ausblick in das tief unter uns liegende Rheintal. Den Wohnmobilstellplatz können wir schon von oben sehen und wir sehen auch, dass er schon reichlich gefüllt ist. Unsere Ahnung bewahrheitet sich, als wir auf den Platz fahren. Alles voll oder reserviert. Lediglich 2 Plätze, aber nicht am Wasser sondern am Deich, kann der sehr nette Platzwirt uns noch anbieten. Es ist gerade erst Mittag und deshalb fahren wir noch die 5 km weiter nach Bacharach. Hier gibt es auch einen Stellplatz. Und hier haben wir sogar noch die Qual der Wahl. Wir stehen direkt am Rhein und können wieder Schiffe beobachten. Hier am Rhein ist der Schiffsverkehr noch viel stärker als auf der Mosel. Neben Frachtschiffen und Ausflugsdampfern schippern hin und wieder auch Flusskreuzschiffe vorbei. Die Temperatur ist auf fast 20 ° gestiegen,  die Wolkendecke aufgerissen und von einem blauen Himmel strahlt uns die Sonne entgegen. „Herz was willst du mehr“, denke ich als ich mich gemütlich auf meinem Stuhl ausstrecke, mich von der Sonne wärmen lasse und dem Treiben auf dem Rhein zusehe. Innerhalb der nächsten 2 Stunden rollt Wohnmobil nach Wohnmobil auf den Platz und gegen Abend stehen die zuletzt angekommen in der dritten Reihe, in der sonst die PKWs  parken. Glück gehabt.

Der Platz hat allerdings auch Nachteile. Er ist laut. Die dicht befahrene Straße und die Bahnlinie verlaufen direkt hinter dem Stellplatz und auch von dem Bahnverkehr auf der anderen  Rheinseite schallt der Lärm herüber. So schön sie anzusehen sind, aber auch die Schiffe bzw deren Motoren sind eine weiter Geräuschquelle und nicht zuletzt kommt noch der Lärm der Flugzeuge hinzu, die im Start oder Landeanflug auf den Flughafen Düsseldorf Haan sind. Also ruhig ist etwas anderes.  

Wir hoffen, dass der Verkehrslärm gegen Abend nachlässt. Nach dem Anmelden unternehme ich einen kurzen Sparziergang in den Ort und bin mehr als überrascht. Mit einer so romantischen Altstadt hatte ich nicht gerechnet. Am Nachmittag unternehmen wir zu zweit einen ausgedehnten Sparziergang durch den Ort, versorgen uns mit Informationsmaterial im Touristenbüro, erledigen noch ein paar kleine Einkäufe  und genehmigen uns anschließend ein Eis.

Nach dem Abendessen steht für mich noch eine  Walkingtour auf dem Tagesprogramm, die mich entlang des Rheins,  durch den Ort und hinauf auf die Burg Stahleck und mit wunderschönen Ausblicken auf die unter mir liegende Stadt wieder abwärts zum Wohnmobilstellplatz am Rhein führt .

Es ist einfach toll, wenn man morgens nach dem Aufwachen vom Bett aus die Schiffe auf dem Rhein beobachten kann und wenn dazu noch die Sonne scheint und man die erste Tasse Kaffee des Tages dazu ans Bett serviert bekommt, dann kann ein Urlaubstag nicht schöner anfangen. Das Frühstück im Sonnenschein direkt am Rhein setzt dem ganzen noch das I-Tüpfelchen auf.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Stadtmauerrundgang, der uns vom Stellplatz am Rhein hoch auf den Schlossberg und weiter zur Burg Stahleck führt  Frühlingstemperaturen, überall blühende Bäume und Sträucher und der Rhein offenbart sich uns aus immer neuen Blickwinkeln. Herrlicher  kann es zur Zeit auch im Süden nicht sein. Im Gegenteil Mallorca meldet Wolken, 17 Grad  und Schauer. Und in diesem Fall kommt das alte Sprichwort wieder zum Tragen: “Warum in die Ferne schweifen,  sieh das Gute liegt so nah!“

Die Burg ist noch sehr gut erhalten und beherbergt eine Jugendherberge. Im Burghof stehen Bierzeltgarnituren und in einem Kiosk werden Eis und Getränke verkauft. Der Feiertags-Besucherandrang hat noch nicht begonnen  und nur wenige Menschen tummeln sich auf der Aussichtplattform des Burgturms und im Schlosshof. Selten haben wir eine so gut erhaltene Burg gesehen, für deren Besichtigung kein Eintritt verlangt wird.  Der Blick ins Tal ist unbeschreiblich .Wir steigen den Schlossberg hinunter und machen Rast auf einer Bank von der man weit ins Tal blicken kann. Unten angekommen geht es weiter durch das Malerviertel. Ein kleiner Bach schlängelt sich entlang der blühenden Gärten und der alten Fachwerkhäuser, zu denen man über moosbewachsene alte Steinbrücken gelangt.  Malerisch! Weiter führt uns der Rundgang entlang der ehemaligen Stadtmauer, vorbei an den zum Teil noch sehr gut erhaltenen Stadttürmen und vorbei an den noch kahlen Weinbergen.  Im letzten Abschnitt gehen wir oben auf der Stadtmauer. Von hier aus gibt es jeweils Zugänge zu den an bzw in die Mauer gebauten Häuser. Direkt daneben verläuft die Bahnlinie . Interessant sind die ausgelagerten Terrassen, die  immer Visa-vis der Hauseingänge auf der anderen Seite der Stadtmauer direkt an den Gleisen liegen. Die Züge donnern  unmittelbar an den Terrassen vorbei, die in den verschiedensten Zuständen sind. Von ungenutzt und  verwahrlost bis hin zur Nutzung als Biergarten oder Freiluftlokal. Zurück geht’s zum Mobil.

Wir freuen uns über unsere Entscheidung an den Rhein gefahren zu sein und genießen den Nachmittag in der Sonne . Am späten Nachmittag fahre ich mit dem Rad am Rhein entlang Richtung Bingen über Oberdiebach und Niederheimbach, wo ich dem Fährbetrieb zu schaue. Hier werden Autos, Zweiräder und Fußgänger auf die andere Rheinseite nach Lorch gefahren. Für Wohnmobile aber ist die Autofähre nicht zu empfehlen: Die Zufahrt führt durch einen nur 2,50m hohen, schmalen Tunnel unter der Bahn durch. Auf dem Rheinradweg ist wegen des Feiertags viel Betrieb. Die Rastplätze und Radlerstopps sind gut besucht. Wer nicht mit dem Rad unterwegs ist, hat sein Sonnenplätzchen am Rhein gefunden. In Trechtinghausen gibt es sogar einen kleinen Sandstrand, auf dem sich die Sonnenhungrigen aalen. Nach dem ich mir den Ort angesehen habe fahre ich wieder zum Stellplatz zurück. Dieses Mal mit Rückenwind und mit knapp 20 km auf dem Tacho, habe ich heute genug Bewegung gehabt.

Wieder erwarten uns nach dem Aufstehen sommerliche Temperaturen. Für heute haben wir eine Radtour in das ca 17 km entfernte Bingen geplant. Einen Teil der Strecke bin ich gestern schon gefahren. Wir machen Rast in Trechtinghausen und sehen schon kurze Zeit später den Mäuseturm, das Wahrzeichen von Bingen,  im Rhein auftauchen. Im Ort angekommen, stellen wir die Räder ab und durchsteifen die Stadt zu Fuß. In einem Laden können wir Erdbeeren erstehen. Die Ostertorte ist damit gesichert. Wir wollen einkehren, können uns aber nicht so recht entscheiden, ob wir nur Durst oder auch schon Hunger haben. Plötzlich kommt mir die Idee ein Picknick am Rhein zu machen. Schnell sind Essen und Trinken in einem der Supermärkte besorgt und zurück geht’s an den Rhein. Wir fahren noch ein Stück in Richtung Stellplatz, bis wir einen geeigneten Platz fürs Picknick finden. Dann lassen wir es uns schmecken.

Zurück am Mobil ist erst einmal Erholung angesagt. Später beschließen wir, dass wir  am nächsten Morgen weiter fahren wollen. Der Platz ist zwar sehr schön und das Wetter gut, aber es treibt uns weiter. Auf dem Stellplatz befinden sich inzwischen 40 Mobile und auch PKWs nutzen jede Lücke zum  Parken. Der permanente Lärmpegel am Tag und der staubige Schotterplatz, von dem wir in der ersten Reihe nicht ganz so betroffen sind, sind mit ein Grund weiterzufahren. Unser nächstes Ziel heißt Bad Endbach. Michael hat das Städtchen, das  im Lahn-Dill Kreis in der Nähe von Marburg liegt, herausgesucht. Es erfüllt mit seinem Stellplatz alle anfallenden Bedürfnisse und liegt  schon in Richtung Heimat.

09.04.-12.04.2009

Bad Endbach

Unsere Aktivitäten am Mobil bleiben von den anderen Wohnmobilisten  nicht unbemerkt und wir werden wiederholt gefragt, ob wir abreisen. Wir sind nach dem Frühstück noch nicht ganz an der Entsorgungsstation, als unser Platz schon wieder besetzt ist.

Es ist immer noch sommerlich warm und die Natur hier im Rheintal ist regelrecht explodiert. Auf der Fahrt Richtung Mainz, wo wir den Rhein queren können, sehen wir blühende Obstbäume, die wie weiße Wolken aus den verschiedenen Grüntönen der anderen Bäume hervorquellen. Wir sind auf den neuen Stellplatz gespannt. Den Ortsnamen haben wir noch nie gehört, aber laut Stellplatzatlas hat er einiges zu bieten.

Das Navi führt uns über die Autobahn von Mainz, an Frankfurt vorbei und dann auf die A45,bevor es über die Landstraße durch die Ausläufer des Rothargebirges, des Westerwaldes in das Lahn-Dill-Bergland zwischen Wetzlar und Marburg geht. Am frühen Nachmittag erreichen wir Bad Endbach ,ein Kneipp-Kurort in 300-500 m Höhe, im so genannten Hinterland. Piktogramme weisen schon am Ortseingang in Richtung Stellplatz. Der liegt hinter dem Sport und Kulturzentrum und in unmittelbarer Nähe des Bewegungsbades. Es sind bereits zwei weitere Mobile da und die dazugehörigen Wohnmobilisten versorgen uns mit ersten Informationen über den Platz und Strom. Die Anmeldung erfolgt gewöhnlich an der Kasse des Bades und dort gibt es auch den Schlüssel für den Stromkasten. Aber auf Grund des Feiertages hat das Bad geschlossen. Wir finden trotz der Hanglage einen schönen Platz mit eigener Grünfläche und Blick ins Grüne. Der Preis von 5 € inklusive Strom und Wasser ist für den schönen und zentral gelegenen Platz bestechend. Es werden zwar noch für uns zwei insgesamt 1,80 € Kurtaxe fällig, aber dafür können wir kostenlos die Sanitäreinrichtungen des Bades während der Öffnungszeiten benutzen und haben einmal Baden frei.

Wir stellen unsere Stühle in die Sonne  unter einen blühenden Baum, schauen in das Tal der Salzgröde und genießen unsere schnell gezauberte Erdbeertorte. Erholung pur.

Später fahre ich mit dem Fahrrad auf „Ortsentdeckung“ Ein kleiner Ort, dessen Stadtväter die  Zeichen der Zeit  nach Ruhe und genussvollen  Aktivitäten erkannt haben. Rehaklinik und das Rheumazentrum Nordhessen liegen am Berg. Ein wenig Gastronomie, Läden, ein kleiner Kurpark, -alles ist da. Aber ohne Hektik, etwas verschlafen und trotzdem mischt dieser kleine Ort vorne mit. Ein Nordik-Walking-Park mit unterschiedlichen Touren führt  durch die Bergwelt. Es gibt ein umfangreiches Wandernetz mit vielen schönen Touren, sogar GPS Geräte zum GPS-Wandern steht im Touristbüro interessierten Wanderern zur Verfügung. Die Koordinaten der Touren  für Mountainbiker können aus dem Internet herunter geladen werden. Es gibt einen Kneipp-Park, Tennisplätze, einen Angelteich und der asphaltierte Weg durch die Park- und Wiesenlandschaft ist ein  Eldorado zum Fahrradfahren oder Inlinern. Alles befindet sich in unmittelbarer Nähe des Stellplatzes Begeistert kehre ich zum Stellplatz zurück

Michael hat Lust zum Grillen. Der Platz eignet sich auch hervorragend dazu. Nach dem Abendessen schnalle ich seid langer Zeit einmal wieder die Inliner an und drehe ein paar Runden. Geht doch noch! Ostersonntag, 12.04.2009

Auch heute ist das Wetter wieder sommerlich und noch vor dem  Frühstück mache ich mich auf in den Nordic-Walking-Park. Ich habe mir eine mittlere Route ausgesucht. Aber im Berg verliere ich etwas die Orientierung und bin plötzlich auf der längsten und schwierigsten Route gelandet. Meinen Versuch, die alte Route wieder zu finden, endet damit, dass ich mir Querbeet den Weg ins Tal suchen muss. Im Kneippark will ich meine Füße im Tretbecken kühlen, doch es ich versinke bis zu den Knien in rotem Schlamm .Iiiii

Nach der Tour durch die Bergwelt ist erstmal  Frühstücken angesagt . Danach geht’s ins Bewegungsbad.  Der Eintritt fürs erste Mal ist frei .Das Bad  ist zwar schon etwas älter, aber es gefällt es uns gut, da man drinnen und draußen schwimmen kann. Es herrscht wenig Betrieb.

Neben dem alten  Bewegungsbad entsteht zur Zeit die neue Therme, die im Oktober eröffnet werden soll. Dann wird auch der Wohnmobilstellplatz wieder auf ebeneres Gelände verlegt. Zum Ausgleichen des Gefälles  gibt es Keile z.Z. gegen Kaution  an der Rezeption.. 

Ein langer Spaziergang durch den Ort  mit einem kleinen Abstecher zur Eisdiele und grillen runden den Tag in diesem kleinen, aber netten Ort ab. Heute Nacht stehen wir ganz allein auf dem Stellplatz. Die beiden anderen Fahrzeuge sind schon weiter bzw. nach Hause gefahren..Ostermontag, 13.04.2009

Auch heute zieht es mich wieder bei strahlendem Sonnenschein in den Nordic-Walking Park. Dies Mal entscheide ich mich für die Klima-Strecke, die durch unterschiedliche thermische Zonen führt. Natürlich bleibe ich wieder mal nicht auf der vorgegebenen Strecke, sondern kombiniere munter drauf los. Nach 2 Stunden komme ich ziemlich geschafft von den vielen Höhenmetern, die ich gelaufen bin,  zurück zum Wohnmobil. Danach geht es zum Shopping. Das Einkaufszentrum liegt genau gegenüber. Der Rest ist ausruhen, lesen, sonnen und am Abend noch ein wenig inlinern. Am späten Nachmittag kommt ein Wohnmobil. Diese Nacht stehen wir nicht allein. Dienstag, 14.04.2008

 

Über Bad Laasphe und Bad Wünneberg nach Hause

 

Alles hat ein Ende auch unsere Ostertour. Wir sind länger als geplant in Bad Enbach geblieben. Es hat uns wirklich sehr gut gefallen, im Hinterland.

Zurück gibt es eine frühlingshafte Bilderbuchfahrt durch das Sauerland, auf der wir uns noch die Stellplätze am Perftstausee( kostenlos , ohne VE , geschotterte Parkbuchten auf dem öffentlichen Parkplatz hinter dem Stauseedeich),

tl_files/Womofriends/Bilder/Fotos Fahrten/Womoblog-ostern2009/Perftstausee.jpg

 

den Stellplatz in Bad  Laasphe (schöner zentrumsnaher Platz  für 7-8 Fahrzeuge mit Strom und VE idyllisch an einem kleinen Bach gelegen. Ganz in der Nähe befindet sich die Kneippanlage und das Bad.

 

tl_files/Womofriends/Bilder/Fotos Fahrten/Womoblog-ostern2009/Bad Laasphe.jpg

 

 

 

 

 

 

tl_files/Womofriends/Bilder/Fotos Fahrten/Womoblog-ostern2009/Bad Laasphe2.jpg

 

 

Den letzten Platz den wir uns ansehen,ist der Stellplatz in Bad Wünneberg. Schön gelegener,kostenloser Platz direkt an den Kuranlagen und dem Bad. VE, sowie Stromanschlüsse sind vorhanden. Schöne Wander- und Fahrradwege. DieAartalsperre liegt ca. 5km entfernt. Der Ortskern direkt nah dabei. Dieser Ort und Stellplatz gefällt uns so gut, dass wir beschließen, das Wochenende über den 1.Mai dort zu verbringen.

tl_files/Womofriends/Bilder/Fotos Fahrten/Womoblog-ostern2009/Stellplatz Bad Wuenneberg.jpg

 

Von Bad Wünneberg geht es dann über die A33 und die A2 zurück nach Löhne. Dort kommen wir am späten Nachmittag an

 

Fazit: Eine sonnige, erholsame und sehr abwechslungsreiche Ostertour, von der  wir Informationen und Kontakte über neue  und schöne Stellplätze mitbringen