Jahreswechsel in Strücklingen
Auch in diesem Jahr war Strücklingen im Saterland/Ostfriesland wieder das Ziel der Silvesterfahrt der Löhner Wohnmobilisten. Insgesamt nahmen 10 Fahrzeugen daran teil, darunter auch befreundete Wohnmobilisten aus dem Rheinland. Von Freitag bis Dienstag erlebten die Löhner die friesische Landschaft mit viel Spaß, Unternehmungen und für diese Jahreszeit super Wetter. Hier der Bericht und die ersten Fotos.
Freitag, 28.12.2007
Ab Freitagmittag trafen die ersten der 10 gemeldeten Löhner Wohnmobile in Strücklingen ein und erklärten die Paddel- und Pedalstation hinter dem Strücklinger Hof zum Löhner Territorium ,da der offizielle Stellplatz bereits für andere Wohnmobilisten reserviert war.
Nach dieser Anstrengung ging es in den Strücklinger Hof, wo die Küche getestet wurde und man sich Eintopf und Grünkohl schmecken ließ.
Im Laufe des Nachmittags erreichten weitere Löhner Mobile den Stellplatz und auf Grund der kühlen Witterung dauerte es nicht lange, bis der erste Glühwein auf dem Gaskocher vor den Wohnmobilen dampfte und Flaschen mit wärmendem Inhalt die Runde machten.
Mit Einsetzen der Dunkelheit wurde die Glühweinstation in die Grillhütte verlegt, die sich die Löhner in diesem Jahr mit anderen Wohnmobilfahrern teilen mussten. Das bereits von fremder Hand entzündete Holz wurde in Absprache durch Löhner Holzkohle ersetzt und die ersten Würstchen auf die Roste gelegt.
Später saß man vorm flackernden Lagerfeuer, das Wilfried Flottmann mit Holz, das er im Anhänger mitgebracht hatte bestückte und ließ sich von der fetziger Musik, aufgenommen und aufgelegt von Peter Schürstedt schon mal zu einem Tänzchen animieren. So klang der erste Abend in Strücklingen ganz zivil gegen 23.00 Uhr aus.
Samstag, 29.12.2007
Das in der Nacht einsetzende Regenwetter hatte sich bis zum
Samstagvormittag verzogen und die ersten blauen Flecken waren zwischen
den
Wolken am Himmel zu sehen. Die Löhner nutzen den Vormittag und
erledigten noch
den einen oder anderen Einkauf für das Wochenende. Schwierig wurde es
mit der
Beschaffung von neuem Glühwein, da dieser aus welchem Grund auch immer
in den
meisten Geschäften ausverkauft war. Beim ortsansässigen Getränkehändler
konnte
Wilfried Flottmann aber dann doch noch eine Kiste ordern, womit der
Abend - zumindest was die Glühweinversorgung betraf- gerettet war.
Gegen 12.30Uhr trafen sich die Löhner, bepackt mit
Rucksäcken mit unterschiedlichstem Inhaltzur ostfriesischen Hüttenwanderung. Die Tour führte vom Ortsausgang
Strücklingen in Richtung Idafehn, Ostrhauderfehn, Potshausen.
Um Überanstrengungenzu vermeiden wurde vereinbart, in jeder Hütte die am Wegesrand
auftauchen würde, eine kurze Rast einzulegen, um so den Löhnern Gelegenheit zu
geben, sich mit dem mitgenommenen Proviant zu stärken. Die Definition von “Hütte“
erfuhr ungeahnte Variationen.So rastete
man in Hütten ohne Dach und unter
Dächern ohne Hütte. Bei dem so entstandenen und für ostfriesische Verhältnisse ungewohnten Hüttenaufkommen waren die zurückgelegten Kilometer eher als
gering zu bezeichnen.
Immerhin waren die
durchschnittlich
1,7 km Stundengeschwindigkeit, mit denen sich die Löhner voranbewegten
schon fast wieder rekordverdächtig, vor allem wenn man sich das
Tourenziel vor Augen hielt, dass im 25 km entfernten Bagband lag und
als Ostfriesisches
Brauhaus bekannt ist.Nach über 3
Stunden anstrengender Wanderung, bei denen die Löhner öfter an ihre
körperlichen Grenzen stießen (was in erster Linie das Zurückhalten der zu sich
genommen Flüssigkeiten betraf), wurde beschlossen, die letzten paar Kilometer mit
einem Großraumtaxi zurückzulegen. Die Sonne, die es den ganzen Nachmittag gut
mit den Hüttenwanderern gemeint hatte ging schon unter, als ein Kleinbus eine
Schar erschöpfter und zwischenzeitlich auch frierender Wohnmobilisten einlud
und zum Brauhaus mach Bagband fuhr.
Im warmen Fahrzeug und vor allem hinterher im Gasthaus bei
selbstgebrautem Bier, frischgebackenen Brezeln und Bierbeißern kamen die
Lebenskräfte dann sehr schnell wieder zurück und die Löhner fühlten sich sogar
noch fähig das Brauereimuseum zu besichtigen.
Gegen 18.00Uhr fuhr der Bus die Löhner zurück zum Stellplatz
in Strücklingen, wo siebereits von
Nachzüglern der Gruppe und befreundeten Wohnmobilisten aus dem Rheinland
erwartet wurden.
Auch an diesem Abend war wieder Grillen angesagt und die
Glühweinstation wurde gleich in der Hütte aufgebaut, die an diesem Abend aber
schon fest in Bochumer Hand war. Die Hütte füllte sich mit Wohnmobilfahrern aus
den unterschiedlichstenRegionen und während
die Letzten noch versuchten ihren Bratwürstchen ein wenig Farbe zukommen zu
lassen, türmten Andere schon wieder Holz aufs Feuer. Leider nur nichtdas von Wilfried so sorgfällig ausgewählte
und mitgebrachte trockene Löhner Holz, sondern Stücke vom am Vortag von Bochumer Hand
(und geliehener Motorsäge) gefällte Baum kam aufs Feuer.
Der dadurch entstandene Qualm biss nicht nur in den Augen,
sondern auch am Verständnis der Löhner, die trotz wiederholter
Eigenholzwerbung, vor dem Qualm aus der Hütte flüchteten und sich samt
Glühweinstation vor den Löhner Mobilen einfanden und für den Rest des Abends
Gesprächstoff genug hatten.
Sonntag, den 30.12.2007
Am Sonntagmorgen pünktlich zur besten Frühschoppenzeit kamen
endlich - von Peter schon sehnsüchtig erwartet- Norbert und Bettina mit dem
Fass Geburtstagbier im Gepäck an, das Peter und Norbert anlässlich ihrer zum
fünften Mal stattgefundenen Nullrunde ausgeben wollten.
Sonnenschein, blauer Himmel und ein Fass Bier, schöner
konnte für Viele der Tag nicht beginnen und so wurden nicht nur Norbert und
Bettina, sondern auch das Fass gebührend begrüßt, bevor sich alle auf den Weg
zum Treffpunkt für's Bosseln machten, das der P
ächter der Paddel- und
Pedalstation organisiert hatte.
Neben dem Breiten- und Leistungssport wird Bosseln vielfach auch als
gesellige Tätigkeit, etwa im Rahmen von Feiern oder der regionaltypischen Kohlfahrten
betrieben. Bei letzterer Variante ist das Spiel häufig mit dem Konsum
landestypischer Getränke und Speisen verbunden.Alle waren gut drauf und ließen sich den
Friesengeist zur Begrüßung schmecken. Dann begann das
Bosseln, eine Art Freiluftkegeln, bei dem zwei Mannschaften gegeneinander
antreten und sich mit der Weite ihrer Würfe messen.
Schon beim Bilden der Mannschaften gab es leichte
Probleme, aber am Schluss wusste dann doch jeder für welche Mannschaft er die
Bosselkugel geworfen hatte. Gespielt wurde nach vereinfachten Regeln, was
soviel bedeutete wie: Welche Kugel rollt am weitesten. Diese Mannschaft hatte
dann einen Shoet.
Da der Wettbewerb entlang eines Kanals verlief, mussten sich
die Mannschaften schon nach kurzer Zeit eine Kugel teilen, da die Zweite
relativ schnell im Wasser des Kanals verschwunden war und trotz intensivster
Suche mit dem
Klootsoeker
auch nicht mehr gefunden wurde.
Jeder Shoet sorgte für einen Schnaps aus dem
mitgeführten Bollerwagen. Die vomOrganisator abgesteckte 5 km lange Route musste wegen Einsetzen der
Dunkelheit drastisch abgekürzt werden.
Ob der Grund nun bei den vielen Shoets, bei den unterwegs
aufgebauten Glühweinstationen oder einfach bei der fehlenden zweiten Kugel zu
suchen war, konnte im Nachhinein keiner mehr sagen
und welche der Mannschaft
nun die Gewinnermannschaft war, war auch nicht wirklich relevant. Man einigte
sich auf Unentschieden, denn gewonnen hatten alle Teilnehmer der Runde, nämlich
viel Spass bei einem vergnügten Nachmittag, der mit dem anschließenden
Kohlessenin der Hütte einen würdigen
Abschluss fand und den Löhnern für den Abend auch wieder die Herrschaft über
Grillhütte und Lagerfeuer bescherte.
Sonntag, 31.12.2009
Der Silvestertag begann mit Bilderbuchwetter und so waren
bis auf eine Ausnahme alle bereit zu einer Wanderung ins 4 km entfernte
Elisabethfehen, wo es wie bereits im vergangenem Jahr im Antik-Cafe Kaffee und
Kuchen geben sollte.Vereinzelte erschienen wieder mit Rucksack zum vereinbarten
Treffpunkt.
Es zeigte sich aber, dass der mitgeführte Proviant doch noch von
Vorteil sein sollte, denn die Betreiberin des Cafes war kurzfristig erkrankt
und wir konnten leider dort nicht, wie abgesprochen, einkehren.Das stellte die Gruppe anfänglich vor ein kaum zu lösendes
Problem: wo sollte man am Silvestertag gegen 14.00 Uhr in einem winzigem
Friesendorf eine Lokalität ausfindig machen, die alle zu diesem Zeitpunkt angefallenen
Bedürfnisse, wie Toilette, Hinsetzen, Kaffee und Kuchen und das genau in dieser
Reihenfolge, erfüllen konnte. Der Imbiss im Ort geschlossen, die Tankstelle zu
und das Dorfgasthaus wollte uns nicht haben. Da war Flexibilität gefragt
Der kleine Markantmarkt am Ortsausgang erwies sich
als Retter. Er konnte durch seinen Backshop nicht nur mit Kaffee und Kuchen
dienen, den wir in der Sonne sitzend draußen verzehren konnten, sondern
ermöglichte auch den weiblichen Teilnehmern der Gruppe das Aufsuchen eines
bestimmten Örtchens.
Gestärkt und mit Berlinern für den Heimweg ausgestattet
ging es zurück zum Stellplatz, wo jeder Zeit und Gelegenheit hatte, sich auf
seine Weise für die Silvesterparty vorzubereit







































