Silvester 2008

Bereits am Sonntag, den 29.12.2008 traf eine Vorhut der Löhner Wohnmobilisten auf dem Stellplatz neben dem Gasthaus "Moorhof" in Oppenwehe ein, um festzustellen, dass bereits schon ein Löhner Mobil auf dem Platz stand. Freudig begrüßten Otto und Gisela Rehm die Neuankömmlinge und man beratschlagte zunächst die Positionierung der Mobile.
Gleich beim ersten Rangieren passierte es: Peter fuhr mit seinem Mobil in eine Senke und saß fest. Erst nach gemeinsamen Schieben und unter Androhung von Treckereinsatz, den der Juniorchef schon vorsorglich vorgefahren hatte, bekam man das Mobil frei. Klar, dass alle nun diese Stelle mieden und ihr Mobil auf eine andere Ecke der Wiese fuhren.

Ganz schön schattig!

Nachdem die Mobile endlich einen Platz gefunden hatten, wurden die Örtlichkeiten inspiziert. Im Toilettenhäuschen und in der Dusche war wegen der Minusgrade das Wasser abgedreht worden, aber Junior und Seniorchef versprachen bis zum nächsten Tag Abhilfe zu schaffen und bereits am nächsten Morgen versorgte ein extra isolierter Wasserschlauch das Sanitärhäuschen mit Wasser und ein aufgestellter Stromradiator sorgte für die nötige Wärme.
Da es in dieser Jahreszeit  für Gespräche  vor bzw.hinter dem Mobil schnell zu kalt werden kann, hatten wir schon im Vorfeld nach einem Gemeinschaftsraum gefragt und bekamen für diese Zwecke die Gartenhütte zur Verfügung gestellt, die von Heinrich und Sohn Heinfried mit Getränken versorgt, sich schnell zum zentralen Treffpunkt entwickelte
Aber zunächst lernten wir das Innere des Moorhofs und die Familie Huck bei einem Bier kennen. Kurze Zeit später trafen auch Dieter und Hannelore Paulsen ein und nahmen Platz in unserer Runde.

Platz ist in der kleinsten Hütte

Am Abend traf man sich im Gartenhauschen. Peter platzierte seine mitgebrachte Musikmaschine und Michael sorgte mit einem Aufsatz auf Ottos Gasflasche für wohlige Wärme in der Hütte. Gemeinsam mit der von Heinrich, dem Wirt ausgegebene Runde aus der Kräuterflasche, dem gelieferten Inhalt der Bierkästen, und den Raritäten und Weihnachtsüberbleibseln aus den einzelnen Wohnmobilen wurde es nicht nur zunehmend wärmer, sondern auch immer lustiger in der Hütte. Bevor man sich am späten Abend trennte, wurde noch Termin und Ziel für die Wanderung am nächsten Tag geplant.

Hüttenwanderung

Am nächsten Tag hatten sich alle um 11.30 Uhr zur "Hüttenwanderung" nach Wagenfeld eingefunden. Aber der eisige Wind sorgte nicht nur für arktische Temperaturen, die die eine und andere Abwasserleitung einfach zufrieren ließ, sondern der Wind  gemeinsam mit dem Hinweis auf die 8 km lange Wanderung bis nach Wagenfeld, ließ die der Kälte trotzende Gruppe von Wohnmobilisten bereits an der ersten Kreuzung schon eine Abkürzung einschlagen. Nach 1 1/2 Stunden Wandern durch die Oppenweher Felder, die Richtung  so wählend, dass der eisige Wind nicht ins Gesicht blasen konnte und mit einer einzigen Möglichkeit zur Hüttenpause, waren alle froh, als der Moorhof wieder in Sicht kam.  Grog, Glühwein und späterer Kaffee in der Gartenhütte sorgten dafür, dass langsam alle wieder auftauten.
Den restlichen Tag verbrachte jeder nach eigenem Gusto. Der Abend endete mit Hüttentreff, Spass und dem Plan am nächsten Tag eine Fahrt zum Dümmer zu unternehmen.

Fahrt zum Dümmersee

Am Dienstagmorgen erwartete eine wunderschöne Winterlandschaft mit blauem Himmel und Sonnenschein die Löhner, als sie morgens aus ihren Mobilen blickten. Um 11.30 Uhr war eine Wanderung am Dümmersee geplant. Dazu wurde ein Großraumtaxi benötigt. Als wir den Wirt nach einem geeigneten Taxiunternehmen fragten, bot er uns spontan seinen Kleinbus an. Von so viel Gastfreundschaft und Entgegenkommen waren wir ganz platt. Mit Dieter Paulsen als Chauffeur fuhren 8 vergnügte Löhner Richtung Olgahafen am Dümmer, nicht ohne sich vorher genau von Heinrich und Heinfried den Weg erkärt haben zu lassen. Aber wenn 16 Ohren etwas hören, dann verstehen 8 mal 2 Ohren etwas anderes. Um die Sache abzukürzen: aus der Fahrt zum Dümmer wurde eine Sightseeingtour rund um den Dümmer, bis wir endlich nach 1 Stunde im Olgahafen landeten. Dieter Paulsen als Chauffeur hatte an diesem Tag nicht das einfachste Los gezogen.

Dümmer on Ice

Endlich im Olgahafen, zeigte sich uns der Dümmer von seiner eiskalten Seite- er war zugefroren. Die ersten Schlittschuhläufer und Eissegler bevölkerten die Eisfläche und auch die Löhner konnten der Versuchung nicht widerstehen, die blanke Eisfläche zu betreten.

Dümmerwanderung

 
Nach dem sich alle mehr oder weniger auf dem Eis vergnügt hatten, sollte die Wanderung beginnen. Es ging in Richtung Lembruch, da nach Peters Meinung, in dieser Richtung  mehrere Lokalitäten zum Aufwärmen anzutreffen wären. Kaum waren wir eine 1/4 Stunde auf der Dümmerpromenade unterwegs, da drückte die erste Blase, da war der Weg zu eintönig, der Dritte hatte Durst und dem Vierten war es kalt. Gegen Durst und Kälte konnte der mit genommene Eierpunsch etwas helfen, doch bei drückender Blase war das eher kontraindikativ. In der nächsten halben Stunde wurden Mutmaßungen über das Auftauchen einer Raststätte,  Hochrechnungen über die eventuelle Ankunft in Lehmbruch und Diskussionen über die Zeit und Länge der noch zu bewältigenden Strecke inklusive Rückweg angestellt. Nach der Auskunft eines Spaziergängers, dass das anvisierte Ziel noch ca. 45 Min. entfernt sei, spaltete sich die Gruppe in Weiterläufer, Rückläufer und Gleichläufer. Auch die spontan entstandene Idee, den Chauffeur das Auto holen zu lassen, fand bei Dieter Paulsen nicht die gewünschte Resonanz. In Anbetracht der inzwischen vorgerückten Zeit, der drückenden Blase und des sich jetzt noch dazu eingestellten Hungers fand man einen Konsens: Die Wanderer beschlossen, ihr Ziel erreicht zu haben und begaben sich sofort auf den Rückweg. Nach weiteren 45 Minuten erreichten die Löhner den Olgahafen und der erste Weg führte ins beheizte Toilettenhäuschen und dann in den Fischimbiss. So konnten alle elementaren Bedürfnisse sofort befriedigt  werden. Nach der Stärkung und bei einsetzender Dunkelheit begaben sich die Löhner zurück zum Bus. Auf dem Weg dahin stolperte  Dieter fast über einen  passenden Zweitwagen für sein Wohnmobil. Die Rückfahrt durch das Moor gestaltete sich mangels Hinweisschilder, fehlendem Navi  und unterschiedlicher Meinung über den Streckenverlauf ausgesprochen schwierig. Aus den hinteren Busreihen konnten man so aufmunternde Sätze wie:" Wir müssen alle im Moor erfrieren," hören. Aber mit den Dummen ist Gott bzw. in unserem Fall Otto, der gemeinsam mit Chauffeur Dieter uns vor einer Nacht im Moor bewahrte.
Zurück im Moorhof mussten wir Feststellen, dass es mit der Platzherrschaft der Löhner Mobilisten durch Neuankömmlinge aus dem Rheinland vorbei war. Da half nur noch der abendliche Hüttenzauber.
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Silvester im Moor

Bombastischer hätte sich das Jahr nicht verabschieden können. Bei  fast zweistelligen Minusgraden hatte sich der Hochnebel in ein glitzerndes Gespinst verwandelt, dass über  der Landschaft lag und im Sonnenschein funkelte. Das richtige Szenario für einen ausgedehnten Moorsparziergang, zu dem sich gegen 11 Uhr  sechs Aufrechte aus ihren Wohnmobilen einfanden. Um gegen alle Gefahren des Moores gewappnet zu sein, hatte sich Irene vom Wirt eine Flasche „Kräutermedizin“ verschreiben lassen und so ging es in eine zauberhafte Moorlandschaft.
Zurück im Moorhof wartete der Rest der Löhner schon bei Grog und heißer Suppe.
Aufgewärmt und gestärkt ging es in die Mobile, um sich für den Abend auszuruhen.
Am späten Nachmittag hatte Bärbel Berliner besorgt und  weckte alle zum Kaffeetrinken.
In der Hütte wurde dann ein gemeinsames Silvester-Kaffeetrinken veranstaltet bis sich alle für den Abend umziehen mußten.
 
Der Silvesterabend begann mit einem tollen warmen Buffet, das keine Wünsche offen ließ, außer dem einen vielleicht, dass der Magen etwas größer sein könnte, damit man auch all die leckeren Sachen probieren kann. Auf dem Tisch waren Weine und Wasser eingedeckt und alle anderen Getränke, die das Herz begehrte wurden schnell von der Bedienung gebracht. Die Nachbartische orderten schon früh Kaffeekannen und wir wunderten uns. Bis wir erfuhren, dass sich in den Kannen so genannter „Swarte“ befand, ein Kaffee-Korngemisch, das sicher auch allen weitergeholfen hat Auch wenn wir Anfangs etwas skeptisch dem DJ bei der Arbeit zugesehen haben und uns innerlich schon auf Musik a la NDR2 eingestellt hatten, wurden wir schnell eines Bessern belehrt. Der DJ kannte sein Geschäft und sehr schnell auch die Vorlieben der Löhner, mit denen er Sie immer wieder geschlossen auf die Tanzfläche holte .
Schnell verging die Zeit bis Mitternacht. Um12 Uhr wurde mit Sekt auf das Neue Jahr angestoßen. Vor die Tür verirrte sich nur ein kleiner Kreis der Knallfreunde. Die meisten blieben wegen der Kälte gleich drinnen. Die Bewegung auf der Tanzfläche hatte  wieder etwas Platz für das Mitternachtsbüffet geschaffen, das reichhaltig im Wintergarten aufgebaut wurde. Besonders die Bratkartoffeln und die Spiegeleier fanden reichlich Abnehmer. Ab 3 Uhr leerte sich der Saal,  weil Heinrich und Sohn die Gäste persönlich in die umliegenden Dörfer zurückfuhren. Gegen 4 Uhr blies der DJ auf seiner Trompete zum Abschied und  ein kleines Grüppchen Unentwegter fand sich zum „Lagerfeuer“ auf der Tanzfläche ein. Gegen 5 Uhr  lagen alle Gäste in ihren Betten mit Ausnahme einiger nimmermüden Löhner, die gemeinsam mit dem Wirt den Abschluss machten, bevor auch sie in ihre Wohnmobilbetten krabbelten. Eine rundum schöne Silvesterfeier, die allen sehr gut gefallen hat.
Am nächsten Tag, nach dem Ausschlafen trennten sich die Löhner. Während ein Teil den Heimweg antrat, gönnten sich die anderen noch einen Tag zum Relaxen, bevor das Neue Jahr mit seinen Alltag wieder Anforderungen stellte.
 
Fazit: Eine schöne und erholsame Silvesterfahrt, die trotz des etwas abgelegenen Stellplatzes auch in der kalten Jahreszeit Abwechslung bot. Hervorheben muss man an dieser Stelle die Gastfreundschaft und das Engagement der Familie Huck und Mitarbeiter für die der Beruf  noch Berufung ist. Die Löhner waren bestimmt nicht das letzte Mal auf dem Stellplatz im Moorhof.

Eure Meinung zu diesem Artikel:

Kommentar von Jan-Michel | 25.01.2009

Schöner Artikel, schöne Fotos