Radtour um den Idzegaasterpoel

 24. Juni in den Niederlanden ⋅ ☀️ 25 °C

Die Temperaturen sind weiter gestiegen und ein wolkenloser Himmel empfängt uns am Morgen. Eine leichte Brise sorgt für Erfrischung. Nach dem Frühstück möchte ich gern in meinem eigenen Tempo einmal durch den Ort gehen, Fotos machen, den kleinen Läden einen Besuch abstatten und nebenbei Brot für den nächsten Tag besorgen. Beim Coop, wo ich auch das Riesenglas Erdnussmus, das sich Lena als Mitbringsel gewünscht hat, bekomme, stelle ich kurz vor der Kasse fest, dass ich mein Geld vergessen habe. Also Wagen zur Seite schieben, zurück zum Wohnmobil, Geld holen und den Kaufvorgang beenden. Zum Glück ist unser Stellplatz nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt.
Für den Nachmittag hat Michael eine Radtour zusammengestellt. Es soll um den Idzegaaster Poel, einem See zwischen den großen Friesenmeeren gehen. Der Idzegaaster Poel hat seinen Namen von dem Dorf Idzega bekommen und wird, wie die Meere, auch für den Wassersport genutzt. Auf schmalen Radwegen geht es durch den Schilfgürtel des Sees. Teilweise sieht man auf dem gewundenen Fietspad nicht die entgegenkommenden Radfahrer, und man muss schon ein wenig achtsam sein. Vom weiten kann man zwar die Segel der Boote sehen, aber nicht das sie umgebende Wasser und so entsteht die Illusion von Segelschiffen, die über die Wiesen gleiten. An einer Stelle endet der Radweg am Ufer des Sees. Eine kleine Radfähre bringt uns an das andere Ufer. Bei dem schönen Wetter sind die Badestellen des Sees gut besucht, was wir an der Anzahl der Räder im Schilf feststellen können.

Wir erreichen das Dorf Oudega, friesisch Aldegea. Ein kleines Dorf, das, wie soll es anders hier sein, sich dem Wassersport gewidmet hat. Am historischen Hafen legen wir einen Stop ein und betrachten die renovierten alten Schiffe, die dort liegen. Auch die schöne Kirche von Sandfirden fällt uns gleich ins Auge. Entlang des Kanals, der in den Hafen mündet und an dem wir die Fahrt fortsetzen, fallen uns die vielen , kleinen weißen Brücken auf. Vor einem der alten Häuser zieht ein rot- weißer Sonnenschirm unsere Aufmerksamkeit auf sich. Unter ihm befindet sich ein Verkaufsstand für, wenn ich das richtig übersetzt habe, Pfefferkuchen. In unterschiedlich großen Stücken und zu unterschiedlichen Preisen warten sie nett verpackt auf Käufer, die ihre Euros in die bereitgestellte Kasse legen sollen. Viel Vertrauen zu den Mitmenschen.
Entlang von Wiesen mit hoffentlich glücklichen Kühen, setzen wir unsere Fahrt fort bis wir wieder Heeg erreichen und die Fahrt nach gut 20 km endet.


Ein wenig erholt und erfrischt gibt es auch heute wieder einen Aperitif. Das abschließende Camper- Menü haben wir heute gemeinsam beschickt und das Dessert gibt es bei einem Glas Wein zum Sonnenuntergang.

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