Kultur-und Landschaftspark Vijwerburg

Einladung zum Ausspannen

Wieder erwartet uns ein herrlicher Frühsommertag beim Aufwachen. Heute wollen wir wieder mit den Rädern die Gegend erkunden. Da der Kruidenhof in Buitenpost Corona bedingt noch geschlossen hat, geht die Fahrt nach dem Frühstück in den 15 km entfernten Kultur-und Landschaftspark Vijvelsburg. Über die Kontenpunkte werden wir durch kleine Straßen und Radwege geleitet, auf denen meist kein Autoverkehr herrscht. Es sind zwar noch nicht viele Radfahrer unterwegs, aber die, die uns überholen oder entgegen kommen, sind sehr schnell. Es sind überwiegend Rennradfahrer. Auf dem schmalem Fietspad durch die Wiese muss ich aufpassen, wenn mir jemand entgegen kommt, damit wir nicht touchieren. Überholen geht dadurch auch nicht. So radeln wir im gemütlichen Tempo hinter einem älteren Ehepaar her, bis beim nächsten Knotenpunkt der Weg wieder breiter wird. Der Radweg führt entlang von Kanälen, auf denen heute richtig was los ist. Paddler, Kanuten, Motorboote alle sind unterwegs und wollen ein Stück Natur erleben.

Pause am Kanal

Am Parkeingang angekommen, stellen wir fest, dass kaum jemand dort ist. Zwei Autos und ein Fahrrad stehen auf dem Parkplatz. Um durch die Drehtür in den Park zu gelangen, benötigen wir ein Ticket aus dem Ticketautomaten. Automaten in Landessprache sind immer eine Herausforderung. Allerdings stellen wir später beim Verlassen des Parkes fest, dass sich auch die Einheimischen etwas schwer tun. 2,50 Euro Eintritt ist ja wirklich ein humaner Eintrittspreis. Ein Flyer am Eingang gibt uns einen Überblick über die Anlagen.

Übersicht über den Park

Durch einen verwunschenen Wald mit kleinen Seen kommen wir zu einem Wasserpark. Hier ist eine Familie gerade dabei, über die als Brücken gelegten Baumstämme zu balancieren und auf Kunststoffkissen stehend Stand Up Paddeln zu üben. Wir gehen weiter entlang von blühenden Staudenbeeten zu einem Heckenlabyrinth mit Kunst. Mindestens hundert 3 m hohe, dicke Edelstahlpfeiler ragen aus den Hecken in die Luft und geben durch Öffnungen den Weg frei in den nächsten Irrgang. Kunst vom teuersten.

Heckenkunst

Wir kommen an einen Unterwasserweg über einen Kanal. Entweder Schuhe ausziehen und übers Wasser laufen oder durch den Irrgarten zurück. Überall gibt es viel zu entdecken. Das Thema des Parks lautet nicht umsonst „Überraschung und Verblüffung“.

Man kann auf den vielen geschlängelten Pfaden spazieren gehen und die historische Villa mit Glaspavillon, eine interessante Höhle, eine schaurige Einsiedlerhütte, eine Orangerie mit exotischen Kakteen und eine Voliere mit seltenen Vögeln entdecken. Auch Garten- und Kunstliebhabern wird Vieles geboten. Eine kleine Ruhepause gönnen wir uns in den aufgestellten Hängematten mit bereitgestelltem Bücherschrank. Vom Baumhaus aus hat man eine tolle Aussicht über den ganzen Park. Im historischen Teil des Gartens befindet sich auch die Gastronomie, die aber geschlossen hat. So essen wir etwas von unserem mitgebrachten Proviant, bevor wir uns nach über 2 Stunden und 5 km Spaziergang mit dem Rad wieder auf den Rückweg machen.


Wie war das doch: Jeden Tag eine „nette“ Überraschung? War es gestern die Klappe vom Kassettenfach, die sich nicht öffnen ließ und es Michael bestimmt eine halbe Stunde und viel Geduld gekostet hat, das Schloss mit einem Schraubenzieher zu öffnen, so ist es heute der Warmwasserboiler, der kein warmes Wasser produziert. Aber das bemerke ich leider erst, als ich bereits unter der Dusche stehe. Auf alle Fälle bin ich danach seeehr erfrischt. Ich weiß nicht, warum es auf dieser Fahrt gerade immer Probleme rund ums Sanitär gibt? Gerade jetzt, wo die Sanitärräume noch bis 1.Juli den Niederladen geschlossen bleiben und wir autark sein müssen? Ich glaube, Murphy ist am Werk. “Anything that can go wrong will go wrong.”

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